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Daten zur Kirchgemeinde Immensee

Immensee ist Dorf und Pfarrei in der Gemeinde (Bezirk) Küssnacht. 1452 Imise. Das Dorf Immensee erhielt seinen Namen von jenem Teil des Zugersees, wo der Ritter Immo von Buonas das Fischereirecht innehatte (1260 lacus Ymmois). 1064 besass das Kloster Muri Güter in Immensee. Der Zehntenkreis Immensee genoss keine politische Selbstständigkeit, sondern teilte die Geschicke Küssnachts. Die Allmendgenossenschaft war spätestens seit der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts in Ober- und Unterimmensee gegliedert. Die 1729 errichtete Kaplanei erhielt 1934 eine neue Kirche (14 Nothelfer) und wurde 1940 zur Pfarrei erhoben. Immensee war sowohl 1798 (Abwehrkampf gegen die Franzosen) als auch 1847 (Sonderbund) Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen.  

 

Datum

Ereignis

1608

 

…wurde mit dem Bau der Kapelle auf dem Dorfplatz Immensee begonnen. Der Bauplatz wurde gestiftet. Der Bau der Kapelle verdanken wir der Grosszügigkeit der Immenseer und der in der Umgebung lebenden Bevölkerung. Die Stifter dieser Kapelle hatten das Kollatorenrecht. Die Kapelle wurde am 1. März 1611 von Weihbischof Jakob Mirgel von Konstanz eingeweiht. Sie war der Mutter Gottes und dem hl. Sebastian geweiht.

1650

Erneuerung der Kapelle

1654

Weihe der Kapelle durch Bischof Franz Johann von Prassberg, Konstanz

1728

…reiste Chorherr und Apostolischer Protonotar Christian Leonz Andermatt nach einjährigem Aufenthalt in Immensee nach Konstanz. Er war vorher Pfarrer in Udligenswil und verbot 1724 an Maria Himmelfahrt nach langem Regen das Tanzen, worauf ihn der Luzerner Rat auswies.

1729

…wurde die Kaplanei Immensee gegründet und 1730 kam Johann Clemens Ulrich von Küssnacht als 1. Kaplan nach Immensee.

1798

 

Professor Sailer predigt in der Kapelle. Er wurde später Bischof von Regensburg. Der damalige Kaplan Meyer von Küssnacht war sein Lieblinsschüler

1855

 

Das kleine Glöcklein spaltet, weil der Chalen zu tief hing. Neuguss von Keller, Zürich.

1873

Umfassende Renovation der Kapelle

1906

Kantonsrichter Alois Holzgang, Immensee, stiftet Fr. 10‘000.00 als Grundstock für einen Neubau einer Kirche

1924

 

…wird ein Vorverkaufsvertrag abgeschlossen zwischen der Kollatorengemeinde Immensee und Ratsherrn Klemenz Ehrler für den Bauplatz  einer neuen Kirche auf der vorderen Staldenmatt.

1929

 

Im kalten Winter ist der Chorbogen der Kapelle gebrochen und muss abgestützt werden.

1930

Eine Wasserleitung für die neue Kirche wird in Frondienst erstellt vom Obereichli bis zum Pfrundhaus.

1932

 

…wird die Kollatorengemeinde Immensee aufgelöst und die öffentlich rechtliche Filialgemeinde Immensee gegründet. Der Grunddienstbarkeitsvertrag mit Ratsherrn Klemenz Ehrler wird verurkundet.

1933: 15. Januar bis
           11. Februar

Trockenlegung des Kirchenplatzes

1933: 19. März

 

1. Kirchgemeindeversammlung. Neuwahl des Kirchenrates.

1. Präsident: Josef Sidler-Seeholzer, Bad.

1933: 9. Juli

 

Die Kirchgemeinde beschliesst den Bau einer neuen Kirche mit Saal und Pfrundhaus.

1933: 19. August

Auf dem Bauplatz entscheidet die Baukommission, dass die Kirche und das Pfrundhaus in Schichtmauerwerk anstatt Verputz ausgeführt wird. Kostendifferenz Fr. 13‘500.00.

1933: 21. August

Baubeginn der neuen Kirche.

1934: 11. November

 

…wird die Kirche durch Bischof Laurentius Matthias Vinzenz eingeweiht. Die Feier beginnt um 05.30 Uhr und dauert 5 Stunden. Die dreischiffige Kirche mit überhöhtem Mittelschiff, runder Apsis,  mit Säulen aus grau-blauem Castione Granit aus dem Maggia Tal, besticht durch seine klaren Proportionen

1935

…werden die Gemälde, die Fritz Kunz - *1868 - +1947- von Zug, in seinem eigenen, Stil, eingeweiht. Fritz Kunz hat diese Gemälde in Freskotechnik ausgeführt

1936

Erste Bestattung auf dem Friedhof Immensee.

1947

Orgelweihe und Collaudatio der Orgel in der Pfarrkirche.

1960

 

Die Bezirksgemeinde beschliesst die Erweiterung des Friedhofs in Immensee (dritte Stufe).

1969: 21. Januar

 

Erster ökumenischer Gottesdienst mit den reformierten Christen des Bezirks Küssnacht in der Pfarrkirche Immensee.

1972

 

Die Kirchgemeinde beschliesst den Kirchenvorplatz mit einer Pflästerung zu versehen.

1977

 

Die letzten Menzinger Lehrschwestern werden verabschiedet. Sr. Benildis und Sr. Lisbeth.

1978

Kirchweihfest und Orgelweihe der neuen Orgel.

1980

Erstmals Urnenabstimmung der Kirchgemeinde.

1983

 

Die Kirchgemeinde genehmigt die Restaurierung des Pfarrsaals.

1995

 

Die Kirchgemeinde beschliesst die Aussenrenovation der Pfarrkirche.

1998

Die Kirchgemeinde beschliesst den Umbau des Pfarrhauses

2000

 

An der Kirchgemeindeversammlung wird der neuen Kirchgemeindeordnung zugestimmt. Die Urnenabstimmung wird abgeschafft.

2000

 

Der Pfarrhausumbau kann begonnen werden, nachdem die Einsprachen abgewiesen wurden. Ende Jahr zogen die ersten Mieter ein.

2003

 

Pfarreibefragung begleitet durch das Pastoralsoziologische Institut St. Gallen

2003

 

Beschluss des Kirchenrates eine Planungskommission für die Innenrenovation der Pfarrkirche einzusetzen.

2005

 

Die Kirchgemeindeversammlung beschliesst die Innenrenovation der Pfarrkirche Immensee. Kostenvoranschlag Fr. 2‘050‘000.00.

16. August 2006: Beginn der Innenrenovation der Pfarrkirche Immensee. Viele Frondienstarbeiter legen Hand an und räumen die Kirche und entfernen die Bänke etc.

2007: 20. Januar

 

Tag der offenen Kirchentüre. Es kommen mehr als 200 Personen. Probesitzen auf der Kirchenbank.

 

Letzte Aktualisierung ( Monday, 8. October 2007 )
 
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